language
Home | Sitemap | Impressum

Glossar

Bracket-Order

Orderfunktion, bei der nach Eröffnung einer Position im Markt, automatisch eine vorher festgelegte Stopporder zur Positionsabsicherung und ein Limit als Gewinnziel, platziert werden. Die Limitorder und die Stopporder sind normalerweise OCO miteinander verknüpft, sodass nach Erreichen des Kursziels (Limit) die Stopporder gelöscht wird oder umgekehrt.

Clearingbank

Über Clearingbanken werden alle Transaktionen von Derivaten an den Börsenplätzen, an denen die Clearingbank Mitglied ist, abgeschlossen. Clearingbanken übernehmen für die handelnde Kundschaft die Kontoführung (tägliche Neubewertung der Positionen), die Abrechnung und die Garantie der Kundenpositionen gegenüber der Börse.

CTA´s

Commodity Trading Advisor – Vermögensverwalter oder Berater. In den USA besteht Pflichtmitgliedschaft bei der NFA und Registrierungspflicht bei der CFTC für alle Personen und Unternehmen, die gegen Entgelt oder Gewinnbeteiligung Dritte direkt oder indirekt beraten und mit ihren Handelempfehlungen in der Öffentlichkeit auftreten oder Gelder von mehr als 15 Personen verwalten.

Derivate

Ein Derivat ist ein allgemeiner Begriff für z.B. einen Vertrag bzw. ein Finanzinstrument, deren Wert sich, infolge einer Änderung im Preis des Basiswertes, ändert.
Zu den wichtigsten derivativen Finanzprodukten zählen Terminkontrakte (Futures), Forward Rate Agreements (FRAs), Optionen und Swaps.

Direkte Marktanbindung (DMA)

Anbieter mit Direkter Marktanbindung haben die schnellste Datenübertragung von Börsendaten und den schnellsten Zugang bei der Orderplatzierung. Die Server der Anbieter stehen direkt in den Börsen. Es gibt weltweit sehr wenige Anbieter mit DMA. Zu Ihnen zählen Trading Technologies, CQG, RTS und ORC.

FOREX

Foreign Exchange Market – Devisenmarkt im Interbankenhandel. Mehrere Banken sind im Devisenhandel miteinander vernetzt und stellen Ankaufs- und Verkaufkurse von verschiedenen Währungspaaren.

Futures

Futures sind normierte Terminkontrakte, abgeschlossen an einer Futuresbörse mit der Verpflichtung eine genormte Kontraktmenge (Kontrakt) eines bestimmten Gutes (Basisgut), zu einem bestimmten Zeitpunkt (Liefertermin), an einem bestimmten Ort (Andienungsort), zum vereinbarten Preis (Abschlusspreis) zu übernehmen (Käufer) bzw. zu liefern (Verkäufer).

Good-till-Cancelled (GTC)

Orderfunktion, bei der die Order bis auf Widerruf platziert bleibt. Einfache Orders sind nur für den Handelstag gültig und werden nach Börsenschluss gelöscht. Wenn die Order „Good-till-Cancelled (GTC)“ aufgegeben wurde, bleibt diese auch an den nächsten Handelstagen bis auf Widerruf an der Börse.

Handelssysteme

Mechanische Handelssysteme sind computergestützte automatische Programme, die eine vorher definierte Handelsstrategie verfolgen. Vor dem Einsatz solcher Programme, werden diese auf die Vergangenheit zurück getestet. Aus den Ergebnissen der Vergangenheit werden Rückschlüsse gezogen, mit welcher Gewinnerwartung, Verlustrecken man zukünftig rechnen kann. Dabei ist jedoch zu beachten, dass in der Vergangenheit erzielte Renditen keine Garantie für die zukünftige Wertentwicklung bzw. die Erreichung eines Renditezieles darstellen.

Indizes (Index)

Indizes beinhalten eine bestimmte Anzahl z.B. Aktien oder Rohstoffen. Ein Aktienindex bildet eine Durchschnittsbetrachtung, der im Index enthaltenen Aktien, ab. Dabei kann die Gewichtung der einzelnen Aktien unterschiedlich sein.

Long Position (long)

Eine Long-Position wird durch den Kauf eines Futures eingegangen. Der Händler setzt mit der Long-Position auf einen steigenden Markt.

Manueller Handel (manuell handeln)

Auch Diskretionärer Handel genannt. Die Orderaufgabe erfolgt hier per „Hand“, manuell, per Mausklick oder Tastatur. Gegensatz dazu ist der automatische Handel.

Margin

Sicherheitseinlage bei Futures. Die Initial Margin (Overnight-Margin) wird von den jeweiligen Börsenplätzen für das Halten von Futurespositionen erhoben. Diese ist für jeden Markt verschieden. (siehe Margins)

Margin Call

Wenn das Handelskonto nicht die nötige Deckung für die Margin aufweist und dennoch Futurespositionen gehalten werden, erhält der Kunde einen Margin Call. Je nach Bank, wird der Kunde aufgefordert Geld zu überweisen bzw. Positionen werden vom Broker geschlossen.

Markttiefe (Level2, Orderbuch)

In der Markttiefe sind die Limitorders mit der dazugehörenden Stückzahl an Kontrakten einsehbar. Es sind nicht nur die Limitorders, die den aktuellen Ankaufs- und Verkaufskurs (Geld- und Briefkurs) bilden sichtbar, sondern auch Limitorders, die sich hinter den aktuellen Geld- und Briefkursen befinden. Die Markttiefe ist i.d.R. bei elektronischen Börsen für jeden Marktteilnehmer einsehbar, bei Parkettbörsen kennt das „Orderbuch“ meistens nur der Kursmakler am Parkett. Bei den meisten Börsenplätzen ist das Orderbuch nur bis zur zehnten Stelle sichtbar.

Money Management

Strategie über die Einsatzhöhe des vorhandenen Spekulationskapitals. Unabdingbare Bestandteile sind Diversifikation und Stoppstrategien.

OCO-Order (Order cancels Order)

Orderfunktion, bei der 2 Orders miteinander verknüpft sind. Sobald eine der Orders ausgeführt wurde, wird die andere noch offene Order automatisch gelöscht.

Optionen

Der Käufer einer Option erwirbt das Recht ein bestimmtes Basisgut (Aktie, Index, Währung etc.) zu einem bestimmten Preis und Termin zu kaufen. Liegt der Preis, oder auch Basispreis genannt, unter dem aktuellen Kurs des Basisguts, so ist die Option im Geld und kann vom Käufer ausgeübt werden. Liegt der Basispreis dagegen, genau auf der Kurshöhe des Basisguts oder darüber, so verfällt die Option am Verfalltermin wertlos.
Der Wert einer Option spiegelt somit die Wahrscheinlichkeit wieder, ob die Option am Verfalltermin im Geld ist oder nicht.

Park Orders

Orderfunktion, bei der Orders oder Orderstrategien definiert werden. Die definierten Orders oder Orderstrategien lassen sich per Knopfdruck an die Börse senden.

Pips

kleinste handelbare Größe bei Devisenpaaren oder Swapstellen

Positiontrading

Trading-Stil bei dem der Händler sich in Trendrichtung des Marktes (Trendfolger) positioniert. Händler versucht Positionen möglichst lange zu halten. Verluste werden durch Stopps gering gehalten.

Reverse Position

Orderfunktion, bei der die offene Position gedreht wird. Wenn man z.B. mit 2 Futureskontrakten short positioniert ist, werden nach Ausführung der „Reverse Position“ Orderfunktion, 4 Kontrakte zum nächst besten Preis (MARKET) gekauft und man ist anschließend mit 2 Futureskontrakten long positioniert.

Scalping

Trading-Stil bei dem der Händler kurzfristige auf wenige Punkte / Pips im Markt handelt und nur kurze Zeit positioniert bleibt.
Es gibt 2 Arten von Scalpern:

  1. der mit dem Trend handelt- schwimmt auf einer kurzfristigen Kauf- oder Verkaufswelle ein kurzes Stück mit
  2. der gegen den Trend handelt- erspäht das momentane Erlahmen der trendbildenden Kräfte und spekuliert auf die einsetzende Korrektur der Kurse

Short Position (short)

Eine Short-Position wird durch den Kauf eines Futures eingegangen. Der Händler setzt mit der Short-Position auf einen fallenden Markt. Shortpositionen können auch auf Optionen und Aktien eingegangen werden.

Smart Order

Höhe der Slippage und wie lange eine Order im Markt liegen soll, lassen sich bei Orderaufgabe einstellen.

Spread

Kursspanne zwischen Ankaufs- und Verkaufkurs

Stopfishing

Beim Stopfishing oder auch Stop Running genannt, werden meist bei Märkten mit geringer Liquidität an Unterstützungs- oder Widerstandzonen Stopp Orders ausgelöst.

Die Märkte bewegen sich sehr schnell unter eine Unterstützungszone, lösen die darunter platzierten Verkaufs-Stopp Orders aus. Nach der Auslösung kehrt der Markt meist wieder zurück in den Unterstützungsbereich.

Swing- (Swingtrading)

Trading-Stil bei dem der Händler versucht kleinere Wellen einer längeren Trendbewegung mitzunehmen -> längere Trendbewegungen siehe Positiontrading

Systemtrading

Trading-Stil bei dem der Händler manuell oder automatisch eine vorher festgelegte Handelstrategie (Handelssysteme) handelt. Handelstrategien wurden vorher anhand von historischen Daten getestet (Backtest).

Time Conditioned Orders

Orderfunktion, bei der eingestellt werden kann, ab wann und wie lange eine Order am Markt liegen soll.

Trading-Stil

Oberbegriff über die Art und Weise, wie ein Trader handelt. Untergeordnet zum Trading-Stil gibt es verschiedene Handelsstrategien, wie z.B. Trendfolge-, Kontratrendstrategie.
Die wichtigsten Trading-Stile sind: Scalping, Swingtrading, Positiontrading, Systemtrading, Spreadtrading.

Trailing Stop

Orderfunktion, bei der eine Stopporder nach einem vorher festgelegten Abstand zum Marktpreis, automatisch in Trendrichtung nachgezogen wird. Wenn sich der Markt nicht weiter in Trendrichtung bewegt, bleibt der Trailing-Stop stehen.

Verfalltermin

Termin an dem Terminkontrakte, wie Futures und Optionen entweder Cash abgerechnet werden, sog. Cash Settlement oder eine Andienung in dem dazugehörigen Basisgut erfolgt. Optionen, die zum Zeitpunkt der Abrechnung, am bzw. aus dem Geld liegen, verfallen wertlos, deshalb der Begriff „Verfalltermin“.

Volatilität

Die Volatilität misst die Schwankungsbreite eines Marktes.